Im Notfall gleich zur Stelle

Schulsanitäter leisten fachkundig erste Hilfe

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„Ein Mitglied des Schulsanitätsdienstes bitte sofort ins Geschäftszimmer!“ -  so tönt es fast täglich ein- oder mehrmals aus dem Lautsprecher der Schule. Wenig später kommen drei der insgesamt zehn Schulsanitäter ins Geschäftszimmer geeilt und kümmern sich um Kranke oder Verletzte: Mal ist einem Schüler übel, mal hat ein anderer Bauch-, ein dritter  Kopfschmerzen. Der Vierte ist bei einer Rangelei unglücklich gestürzt und hat sich eine kleine Platzwunde am Kopf oder an der Hand zugezogen. Ein Schüler hat im Chemieunterricht ein Reagenzglas zerbrochen und sich dabei mehrere Schnitte am Finger zugefügt und der blutet heftig.

Eine Schülerin ist im Sportunterricht umgeknickt und nun schmerzt das rechte Fußgelenk.

Die Bandbreite der anfallenden Aufgaben ist groß, aber die Schulsanitäter bleiben immer ruhig und gelassen. Wöchentlich geschult von Frau Winter, einer Mitarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes, wissen die vier Mädchen  und sechs Jungen sehr gut, welche Aufgabe sie alleine bewältigen können, wann sie nach der Erstversorgung den „Patienten“ zum Arzt schicken oder wann sie sofort den Rettungsdienst rufen müssen.


Die Sanitäter, die nach einem festen Einsatzplan immer im Dreierteam arbeiten, nehmen den „Patienten“ zunächst einmal mit in den Sanitätsraum – dort kann er sich hinlegen. Dort herrscht Ruhe und dort haben die Sanitäter alles, was sie für die erste Hilfe an Material benötigen. Alle zehn wissen, dass oftmals ein Gespräch ganz gut über Bauch- oder Kopfschmerzen hinweghelfen kann – zuhören und mit dem „Patienten“ sprechen, heißt daher häufig die Devise. Deshalb ist es auch wichtig, dass einem Einsatzteam immer beide Geschlechter angehören, denn manch ein Thema ist eben Frauen- bzw. Männerthema. Wie sie beruhigend auf andere einwirken können, üben die zehn jeden Dienstag in der 7. und 8. Stunde ebenso wie das Reinigen von Wunden und das Anlegen von Verbänden. Natürlich müssen sie über alle Einsätze Buch führen, auch das will gelernt sein.


Zu den Aufgaben der Sanitäter gehört auch, beim Fußball- und Basketballturnier oder am Tag der offenen Tür gegebenenfalls erste Hilfe zu leisten und auf Gefahrenstellen im Schulgebäude und auf dem Hof aufmerksam zu machen. Seit 2005 gibt es die Schulsanitäts-AG bereits an der BGS und sie kann immer Neuzugänge gebrauchen.  Wegzudenken ist sie schon lange nicht mehr aus dem Leben der Schule  -   wer würde sich sonst an unserer Schule so fachkundig um die Kranken und Verletzten kümmern?

 

Margret Schulz-Bödicker


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