BGS richtet Berufswahlbüro ein

IHK-Projekt zur Verbesserung der Ausbildungsreife und Vertiefung der Berufsorientierung

 

Vor dem Hintergrund der demografischen Prognosen geht es der IHK Kassel bei der Entwicklung eigener Maßnahmen darum, dem Fachkräftemangel bei den IHK zugehörigen Unternehmen möglichst früh im Vorfeld entgegenzuwirken. Die Feststellung der ausbildenden Betriebe, dass die Schüler der allgemeinbildenden Schulen die für eine erfolgreiche Ausbildung erforderlichen Qualifikationen oftmals nicht mitbringen, soll ein Anstoß für Verbesserungsmaßnahmen sein. Im Hinblick auf die von den Betrieben

aufgestellten Anforderungen der dualen Ausbildung soll die Zahl der nicht ausbildungsfähigen Schulabgänger signifikant verringert werden. Schüler und Eltern sollen frühzeitig über die Angebote und Anforderungen der Unternehmen informiert werden. Es soll so das Interesse an einer Ausbildung geweckt und eine zielorientierte Entwicklung während der Schulzeit gefördert werden. Über den staatlichen Bildungsauftrag hinaus

sollen die Schüler über die Anforderungen der ausbildenden Betriebe informiert und gezielt auf diese vorbereitet werden.

Hierzu wurde ein für alle Regionen verbindliches

 

Leitprojekt „Berufswahlbüro“

entwickelt, mit dem der Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung nachhaltig verbessert wird. Das Berufswahlbüro ist sowohl ein physischer Raum wie Dachmarke für ein Orientierungskonzept für Schülerinnen und Schüler mit Blick auf ihren beruflichen Weg.

Das Büro selbst befindet sich im Idealfall an zentraler Stelle innerhalb der Schule, ist zweckmäßig möbliert und verfügt über eine moderne technische Ausstattung. Insgesamt soll das Büro einen „wirtschaftlichen“ Charakter haben, der sich von einem typischen Klassenraum deutlich unterscheidet.

Berufswelt bzw. der Wirtschaft. Schüler, Lehrer und Partner aus der Wirtschaft kommen hier zusammen – mit dem Ziel, die Schüler mit Blick auf ihre Berufsorientierung zu beraten, gemeinsame dahingehende Maßnahmen (Projektwochen, Betriebserkundungen, Praktika usw.) zu vereinbaren und bei Bedarf auch Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildungsreife einzuleiten. Das Berufswahlbüro nimmt damit auch eine zentrale

Koordinierungsfunktion im Rahmen bereits angelaufener OloV-Maßnahmen wahr.

Neben diesem Leitprojekt besteht die Möglichkeit, weitere regionale Maßnahmen umzusetzen. Im Werra-Meißner-Kreis bspw. bilden die Praktikerteams einen weiteren Baustein, die Ziele der IHK-Initiative zu verwirklichen. Praktiker-Teams sind hierbei 2-3 Personen eines Unternehmens, die einen Ausbildungsberuf oder ein Berufsfeld vertreten.

Mindestens ein Team-Mitglied sollte dabei ein Azubi sein.

Gemeinsam mit dem Regionalausschuss Werra-Meißner wurden geeignete Schulen im Kreis ausgewählt. Die
Brüder-Grimm-Schule, Eschwege, erklärte sich bereit (Gesamtkonferenzbeschluss), ein solches Berufsorientierungsbüro einzurichten und in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Kassel, Servicezentrum Werra-Meißner zu betreiben.

Die Laufzeit des IHK-Projektes (finanzielle Unterstützung) ist bis 2013 befristet.

 

Presseartikel der IHK