Abschlussfeier der PUSCH-Klasse 2026
Zehn Jugendliche erreichen ihr Ziel

Abschluss PUSCH 2026_04.jpeg

Bei hochsommerlichen Temperaturen von 32 Grad feierte die Praxis-und-Schule-Klasse (PUSCH) am Standort Eschwege den erfolgreichen Abschluss ihrer zweijährigen Schulzeit. Zehn Absolventinnen und Absolventen nahmen gemeinsam mit ihren Familien und Freunden ihre Hauptschulzeugnisse entgegen.

Zu den Gratulanten gehörte auch Eberhard Hohlbein vom Staatlichen Schulamt Bebra. In seiner Ansprache hob er die besondere Bedeutung des Projekts hervor: „Die zweijährige, praxisorientierte Schulform ist einzigartig im gesamten Landkreis und eröffnet jungen Menschen wie euch einen alternativen Weg zum Hauptschulabschluss.“ Möglich werde dies durch die enge Zusammenarbeit von Lehrkräften, Sozialpädagogen, der Werkstatt für junge Menschen e. V., vertreten durch Geschäftsführerin Büșra Dikmen, sowie den Beruflichen Schulen. Unterstützt wird das PUSCH-Projekt vom Land Hessen und der Europäischen Union.

Auch Hauptschulzweigleiter Sven Zuber würdigte die Entwicklung der Jugendlichen: „Ihr seid nicht mehr dieselben, die ihr vor zwei Jahren wart. Sicher, die Zeit hat viel Kraft, Energie, Schweiß, manchmal Tränen und Frust gebracht, aber nun könnt ihr stolz darauf sein, euer Ziel erreicht zu haben. Nehmt dieses Gefühl mit in eure Zukunft.“

Ein Video ließ anschließend die vergangenen zwei Jahre Revue passieren. Gezeigt wurden Eindrücke aus Praktika, Klassenfahrten, Ausflügen und zahlreichen Projekten in und um Eschwege. Auch zwei Vertreter der achten Klasse verabschiedeten die Absolventinnen und Absolventen mit guten Wünschen für ihren weiteren Weg. In einer humorvollen Rede blickten Julian Schulz und Luke Krieg auf gemeinsame Höhen und Tiefen zurück – auf Erfolgserlebnisse ebenso wie auf Momente, „in denen wir alle am liebsten hingeworfen hätten“. Besonders dankten sie ihrer Klassenlehrerin sowie den beiden Sozialpädagogen Franziska Voß und Timo Mettner, die stets ein offenes Ohr gehabt und die Jugendlichen nie aufgegeben hätten.

Klassenlehrerin Susanne Oelßner betonte vor allem den Zusammenhalt der Lerngruppe: „Zunächst wart ihr eine zusammengewürfelte Gruppe ganz unterschiedlicher Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten. Mehr und mehr seid ihr im Laufe der Zeit als Klasse zusammengewachsen, und jede und jeder hat ihren beziehungsweise seinen Platz gefunden. Und das Wichtigste: Ihr seid dabei immer echt geblieben. Bewahrt euch das in der Zukunft!“

Einen passenden Vergleich zog Teamkollegin Janine Furchbrich-Eckhardt. Sie verglich die Klasse mit einem Bienenvolk – angelehnt an das gemeinsame Imkerprojekt der vergangenen zwei Jahre. Unter Anleitung von Imker Thomas Krüger betreuten die Jugendlichen zwei Bienenvölker, ernteten Honig, füllten ihn ab und vermarkteten ihn. „Nehmt etwas von den Bienen mit: Fleiß, Ausdauer, Gemeinschaft und die Fähigkeit, selbst aus kleinen Blüten etwas Wertvolles zu schaffen“, gab sie den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg.

Die Bilanz der Abschlussschülerinnen und -schüler kann sich sehen lassen: Vier Jugendliche erreichten einen qualifizierenden Hauptschulabschluss. Ein Schüler setzt nach den Sommerferien seine Schullaufbahn fort, sechs beginnen eine Ausbildung – unter anderem im Einzelhandel, im Dachdeckerhandwerk, im Maler- und Lackiererhandwerk, in der Altenpflege sowie im Tiefbau und weitere drei nehmen an einer berufsvorbereitenden Qualifizierungsmaßnahme teil.

Stellvertretend für den Förderverein der Brüder-Grimm-Schule zeichnete Schulleiter Heiko Striening Jason Vogt mit dem Sozialpreis aus. Jason habe sich als Teamplayer besonders für den Zusammenhalt der Klasse eingesetzt. Für das beste Abschlusszeugnis wurde Andreas Linders geehrt. Beide erhielten vom Förderverein einen Kinogutschein.

Die Abschlussfeier machte deutlich, wie erfolgreich das PUSCH-Projekt junge Menschen auf ihrem Weg in Schule und Beruf begleitet. Gemeinsam mit dem engagierten Team aus Lehrkräften und Sozialpädagogen meisterten die Jugendlichen zahlreiche Herausforderungen und erreichten ihr gemeinsames Ziel. Beim anschließenden reichhaltigen Büfett blieb Zeit, die Erlebnisse der vergangenen zwei Jahre Revue passieren zu lassen, Erinnerungen auszutauschen und Abschied zu nehmen.

Dr. Claudia Nitschke

Bericht in der Werra Rundschau vom 4. Juli 2026



DigitaleSchule     MINT     Schule gegen Rassismus     Ganztagsschule     Umweltschule