Betriebspraktikum trotz Corona
1 Praktikum – 2 Betriebe – 3 Schulwochen

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Die Neuntklässler des Hauptschulzweiges nahmen nach den Herbstferien für drei Wochen an einem Betriebspraktikum teil. Da das Praktikum in Klasse 8 wegen der Pandemie nicht hatte stattfinden können, absolvierten sie nun ein dreiwöchiges Praktikum mit je 8 Praktikumstagen in zwei Betrieben. In dieser Zeit vertauschten die Schüler*innen die Schule mit ortsansässigen Betrieben des Werra-Meißner-Kreises, um Erfahrungen und Informationen in den gewählten Berufsfeldern zu sammeln.

Die Vorbereitung und Durchführung der Praktika stellten aufgrund der Corona-Krise alle Beteiligten vor eine große Unbekannte mit vielen Fragen. Der teilweise frühzeitige Wegfall des Berufsorientierungsunterrichts, von Berufsmessen und Informationstagen durch den Lockdown im letzten Schuljahr taten ihr Übriges.

Dennoch konnten den Jugendlichen durch die hervorragende Arbeit ihrer Betreuer*innen innerhalb der Betriebe exemplarische Einsichten in das Arbeits-, Berufs- und Wirtschaftsleben ermöglicht werden. Vorrangige Ziele des Praktikums waren, Betriebsstrukturen, typische Formen und Anforderungen der Arbeit kennenzulernen und eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten in gewissem Umfang zu erproben.

Die Tätigkeiten der Schüler*innen umfassten fast alle Berufsfelder, sei es im Produktions- und Verwaltungsbereich oder im Handel. Leider konnten Praktikanten im erzieherisch-pflegerischen Berufsfeld durch die verschärften Hygienebestimmungen nicht eingesetzt werden.

Erfreulicherweise entschlossen sich auch im Jahr 2020 wieder zwei Mädchen, ihr Betriebspraktikum in typischen „Männerberufen" bei den Firmen Küllmer Bau (Reichensachsen) und BORNMANN Technik (Bischhausen) zu absolvieren. Zudem konnten vier Schüler während der Praktika ihre Betreuer bzw. Firmeninhaber durch ihre außergewöhnlichen Leistungen und ihre hohe Motivation so überzeugen, dass sie für das nächste Jahr einen Ausbildungsvertrag abschließen können.

Einen Abschluss der besonderen Art fand das diesjährige Praktikum am letzten Tag auf dem Schulgelände. Praktikant Jannis Hegemann, sein Betreuer Herr Vopicka und Klassenlehrer Herr Ackermann setzten hier ihre gemeinsame Idee einer Pflanzaktion um: Herr Vopicka, selbst ehemaliger Brüder-Grimm-Schüler, unterrichtete Jannis im Laufe des Praktikums genau über die verheerenden Schäden des Sturms Friederike, die vergangenen Dürresommer, die Schäden durch den Borkenkäfer und das damit verbundene Absterben unserer heimischen Fichtenwälder. „Schon seit einiger Zeit wird mit der Aufforstung von widerstandsfähigen Baumarten begonnen“, erläutert Herr Vopicka. „Deshalb wurden für die Pflanzung auf dem Schulgelände ein Eichenbaum und eine Lärche gewählt, die als besonders klimastabil gelten.“ Beide Bäume werden die Schulgemeinde an dieses ganz besondere Praktikumsjahr 2020 erinnern.

Wir danken noch einmal ganz herzlich allen Praktikumsbetrieben! 

Jörg Ackermann

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