Am Freitag, den 20. Februar 2026, hatte unsere Matheforscher-Gruppe ihren großen Tag. Gemeinsam mit fünf Ehemaligen, jetzt Oberstufenschülern, ging es für fünfzehn Mathetalente an die Uni Kassel.
Mathematik überall, interessante Vorlesungen zu besonderen Phänomenen, Projektpräsentationen, Einblicke in ein mögliches Studium und vieles mehr erwarteten die jungen Besucher am Tag der Mathematik.
Bevor sie gemeinsam mit anderen Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Schulen ihre neue Erkundung starteten, wurden sie von Prof. Dr. Dorothee Knees vom Fachbereich Analysis herzlich willkommen geheißen.

Im Anschluss wurde es in einer richtigen Vorlesung sehr interessant.
„Wieviel ist unendlich? -
Gibt es genauso viele natürliche Zahlen wie Brüche?
Unter diesen Fragestellungen erlebten die Schülerinnen und Schüler den unglaublichen und doch einfachen und genialen Beweis, dass es genauso viele Brüche wie natürliche Zahlen gibt, obwohl die Schüler in der Vorlesung bei dieser Frage eine andere Antwort vermuteten.
In ihrer Vorlesung ging Prof. Dr. Maria Specovius-Neubauer darauf ein, dass die Strecke zwischen 0 und 10 begrenzt ist und man dort dennoch unendlich viele rationale Zahlen findet, die so dicht liegen, dass scheinbar keine anderen Zahlen dazwischen passen.
Umso beeindruckender war dann die Erkenntnis, dass man mit einer Wahrscheinlichkeit von 100% mit geschlossenen Augen und einer sehr dünnen Spitze beim zufälligen Wählen eines Punktes keine rationale Zahl wie 0,56 oder ein Drittel trifft, sondern eine irrationale Zahl wie die Zahl „pi“ und die Wurzel aus 2.

Nach zwei Stunden intensiver Forschung nach zwei gleich großen Produkten aus den Zahlen von 1 bis 20, die möglichst groß sind, war das gemeinsame Essen in der Mensa mit allen Matheforschern, Studierenden, Professoren und Gästen wieder ein besonderes Erlebnis. Jeder konnte aus drei Hauptgerichten mit Pommes und Nachtisch wählen und alle am Projekt Beteiligten waren dazu von der Uni herzlich eingeladen.
Im Gepäck die neue Erkundung und eine erste Hypothese bzgl. der größten Zahl des zu erforschenden Produktes in Höhe von 7 257 600, die es in den nächsten Wochen durch systematisches Probieren und Beweisen zu schlagen gilt, traten alle am Nachmittag die Heimreise an.
Herzlichen Glückwunsch unseren Teilnehmenden, denn es gehört eine große Portion Durchhaltevermögen und ein besonderes Interesse an der Mathematik dazu, hier erfolgreich mitdenken zu können!
Elke Rittenbach, Koordinatorin der Matheforscher-Gruppe
Unten: Unser Ehemaliger Maximilian Feige (links) wurde gemeinsam mit anderen Oberstufenschülern von der Universität als ein Matheforscher der ersten Stunde hervorgehoben.
Bericht in der Werra Rundschau vom 7. März 2026
