Wechselunterricht in Gruppen
Auch die Intensivklasse ist zurück

Hybridunterricht ab 22. Februar 2021_1.JPG

Seit dem 22. Februar werden einige unserer Klassen wieder in Präsenz unterrichtet. Die Schule hat sich – wie nach dem 1. Lockdown im vergangenen Jahr – für das Wechselmodell entschieden, bei dem im wöchentlichen Rhythmus Lerngruppen von ca. 15 Schülerinnen und Schüler in der Schule unterrichtet werden, während der andere Teil der Lerngruppe zu Hause über Videokonferenzen am Unterricht teilnimmt. „Aufgaben für diesen Hybrid-Unterricht werden für alle Klassen direkt über das Schulportal der Schule bekannt gegeben“, so teilte die Schulleitung in einem Elternbrief mit.

Am Hybridunterricht nehmen Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 teil, die Abschlussklassen im Haupt- und Realschulzweig sind vollständig in Doppelräumen im Präsenzunterricht. Auch die Schülerinnen und Schüler unserer Intensivklasse sind zum größten Teil wieder im Präsenzunterricht.

Zurzeit befinden sich 14 Schülerinnen und Schüler aus 8 Nationen (Italien, Griechenland, Ukraine, Syrien, Belarus, Russland, Vietnam, Rumänien) in der Intensivbeschulung. Diese sieht vor, dass die Schülerinnen und Schüler, einerseits, möglichst schnell ihre Sprachkenntnisse im Fach Deutsch als Zweitsprache (DaZ) aufbauen, andererseits, dass die Jugendlichen in unserer Schulgemeinde ankommen und integriert werden. Jede Schülerin und jeder Schüler ist einer Stammklasse zugeordnet, nimmt hier in für sie oder ihn geeigneten Fächern am Regelunterricht teil und hat deshalb jeweils einen individuellen Stundenplan. Nach Ablauf von zwei Schuljahren soll jede Schülerin und jeder Schüler vollständig in den Regelunterricht integriert sein.

Der Lockdown hat die Intensivklasse besonders hart getroffen. „Der Distanzunterricht ist für sie besonders schwierig, weil das deutschsprachige Umfeld auf ein Minimum reduziert ist oder gegen Null geht. Es fehlt eine Möglichkeit, kommunikative Aufgaben zu lösen, was beim schnellen Spracherwerb eine zentrale Rolle spielt“, erklärt Klassenlehrerin Oxana Stärke. „Deshalb freuen sich alle Lernenden der Intensivklasse, dass sie endlich die Sprache des Landes, in dem sie sich befinden, weiter in einem natürlichen Umfeld lernen dürfen“, ergänzt sie.

Stellvertretend für ihre Klasse erklärt die DaZ-Lehrerin, wie die Lernenden den Distanzunterricht im 2. Lockdown empfunden haben: „Am schwierigsten war, bei mehreren jüngeren Geschwistern einen Raum zu finden, wo man ungestört an der Videokonferenz teilnehmen konnte. Eine Herausforderung war außerdem für einige, ein von der Schule zur Verfügung gestelltes Endgerät abzuholen. Sie benötigten Unterstützung dabei, einen Termin zu vereinbaren, das Medienzentrum aufzusuchen und die Unterlagen zu verstehen. Zu Hause gab es häufiger Probleme mit der Technik – das Mikro schallte oder funktionierte nicht – oder mit der Internetverbindung. Den Schülerinnen und Schülern fehlte dann schnelle Hilfe bei der Bewältigung dieser Hürden. Im Präsenzunterricht können sie nun wieder ihre Mitschülerinnen und Mitschüler direkt ansprechen.

Dr. Claudia Nitschke



MINT     Umweltschule     Schule gegen Rassismus     Ganztagsschule     Schule&Gesundheit